Antworten aus über 30 Jahren Praxis – zu Körnung, Feuchte, Förderung und Verbrauch.
Die Schallschutzverbesserung durch die mit K 102 elastisch gebundene Splittschüttung ist auf allen Holzdecken gleichermaßen möglich, wobei sich bei Holzbalkendecken Schichtdicken von 40 bis 60 mm empfehlen und bei Massivholzdecken 60 bis 80 mm.
Der Vorteil der elastisch gebundenen Splittschüttung liegt darin, dass weder Waben noch Raster oder andere lagestabilisierenden Vorkehrungen auf der Decke aufgebracht werden müssen. Somit können die Installationen ohne Unterbrechung auf einfache Art und Weise auf der Rohdecke verlegt werden. Die Splittschüttung übernimmt die Funktion der Ausgleichsschüttung. Es ist allerdings darauf zu achten, ggf. vom Installateur bestätigen zu lassen, dass die Installationen, entsprechend den Fachregeln für den Einbauzweck ausreichend geschützt sind.
Sofern Höhen der verlegten Installationsleitungen über die sinnvollen Schichtdicken hinaus ausgeglichen werden müssen, empfiehlt sich die weitere Höhe durch einen leichteren Dämmstoff, z.B. Polystyrol oder Blähton auszugleichen.
Sofern der Splitt wirklich trocken ist und keinerlei Niederschläge auf die vorhandene Holzdecke eingewirkt haben, kann bei den üblichen Schichtdicken der Splittschüttung auf das Unterlegen einer Folie verzichtet werden. Eine Ausnahme können sogenannte Sichtholzdecken darstellen wo eine Folie ggf. erforderlich ist um die Deckenuntersicht vor evtl. Durchtropfen bzw. Verunreinigungen zu schützen.
Sofern allerdings eine Folie untergelegt wird, muss diese weitgehend diffusionsoffen sein, mit einem sd-Wert < 1,0m. Bautenschutzfolien, die häufig anzutreffen sind mit einem sd-Wert von bis zu 3,0m haben sich in der Praxis ebenfalls bewährt. Auf das Unterlegen einer dampfdichten Folie / Abdichtung ist zu verzichten, damit ggf. Restfeuchte noch ausdiffundieren kann, besonders beim Funktionsheizen einer Fußbodenheizung.
Sofern die Untersicht einer sichtbaren Holzbalkendecke mit aufgelegten Schalungen oder auch Massivholzdecken sichtbar bleiben soll ist darauf zu achten, dass kein Material durchtropft. Es empfiehlt sich hier das Unterlegen einer diffusionsoffenen Folie.
Grundsätzlich kann die Schüttung in allen Schichtdicken eingebaut werden. Es ist allerdings zu bedenken, das bei zunehmender Schichtdicke neben einer unnötigen Auflast und unnötigen Kosten sich der Schallschutz nicht adäquat mit zunehmender Dicke verbessert. Mit zunehmender Schichtdicke wird verständlicherweise auch die Biegesteifigkeit der Schüttung erhöht, womit der Schallschutz nicht in gleicher Weise ansteigt.
Der optimale Schallschutz ist bei Holzbalkendecken mit Schichthöhen von 40 bis 60 mm erreicht und bei Massivholzdecken zwischen 60 und 80 mm. Aufgrund der optimalen Eigenschaften unseres Latexbinders wird bereits bei einer derartigen Schichtdicke ein absolut ausreichender Schallschutz erreicht und dauerhaft sichergestellt, da unser Latexbinder im Gegensatz zu vielen anderen Bindern optimal elastisch ist und vor allem auch im Alter bleibt.
Randdämmstreifen sind zum Schutz der angrenzenden Bauteile zu empfehlen. Es ist aber unbedingt darauf zu achten, dass Randdämmstreifen in Eckbereichen bei Durchdringungen fachgerecht verlegt werden und stets auch in den Eckbereichen straff anliegen um Schallnebenwege auszuschließen.
Grundsätzlich ist Gesteinssplitt aus allen Gesteinsarten, die ein ausreichendes Raumgewicht aufweisen, geeignet. Das Raumgewicht des Gesteinssplitts sollte dabei ca. 1.500 kg/cbm betragen. Im Regelfall ist Basaltsplitt wie er auch im Straßenbau eingesetzt wird, in den meisten Regionen unproblematisch erhältlich.
Der Splitt sollte eine Körnung von minimal 4 bis maximal 8 mm aufweisen. Eine zu feine Körnung kann die akustischen Eigenschaften negativ beeinflussen und zu grobe Körnungen würden sich unter Umständen zu schlecht pumpen lassen. Wichtig ist, dass trockener Splitt zum Einsatz kommt und auch auf der Baustelle vor Witterungseinflüssen und Niederschlägen geschützt gelagert wird bis zur Verarbeitung. Der Eintrag vor unnötiger Feuchte sollte unbedingt vermieden werden.
Grundsätzlich wäre es möglich, es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass Rundkies durch seine Form nur bedingt lagestabil ist und darüber hinaus ein äußerst geringes Saugvermögen aufweist, sodass die Anhaftung des Splittbinders beeinträchtigt wird. Gebrochener Kies könnte darüber hinaus durch seine scharfen Kanten die Schläuche unnötig schädigen.
Es sollte im Vorfeld geprüft werden, ob evtl. extreme Niederschläge oder Baufeuchte auf die zu belegende Holzkonstruktion eingewirkt hat. In diesem Fall empfehlen sich Trocknungsmaßnahmen. Bitte sprechen Sie uns an. Ebenfalls sollte durch die Bauleitung geeignete Lagerplätze für den Splitt bestimmt werden und darauf hingewiesen werden, dass der trockene Splitt unbedingt vor Witterungseinflüssen / Niederschlag zu schützen ist.
Zum Mischen eignen sich sowohl Trommel- bzw. Freifallmischer, Estrichpumpen oder auch Mixmobile. Auch eine spezielle Gebläseförderung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. In der Regel wird die Schüttung durch den Estrichleger mit einer Estrichpumpe eingebracht. Dabei sollte der Schlauchdurchmesser mindestens NW 50 mm betragen und die Pumpe über einen leistungsfähigen Kompressor verfügen.
Gesteinssplitt kann im Regelfall nicht mit der gleichen Einstellung wie Mörtel oder Estrich gefördert werden. Allgemein empfehlen die Hersteller der Estrichpumpe die Einstellung auf eine sogenannte „Flugförderung.“ Dabei wird der Kesseldruck auf den Maximalwert eingestellt und der Schlauchdruck nur so weit wie nötig.
Da sich in der Praxis häufig in den Schläuchen festsitzende Mörtelbestandteile vom vorigen Einsatz befinden, empfiehlt es sich bei der ersten Mischung nur die Hälfte des Volumens einzufüllen, ggf. auch eine Zweite, damit die Schläuche „geschmeidig“ werden. Im Extremfall auch einmal ohne Bindemittel durchfördern.
Die Standardzugabemenge beträgt 25 kg Latexbinder K 102 je cbm Splitt. Bei einem Mischer mit 200l somit 5 kg je voller Mischung.
Sofern der Splitt ausreichend sauber ist und die passende Körnung aufweist, kann die Zugabemenge auf 20 kg / cbm Splitt verringert werden, somit 4 kg je Mischung.
Achtung: Nichts anderes wie Sand, Wasser oder ähnliches zugeben.
Die Verarbeitszeit ist stark abhängig von den Temperaturen. Wenn z.B. der Splitt extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird, kann er durchaus Temperaturen von bis zu 70°C erreichen, was dann eine extrem schnelle Trocknung zur Folge hat. Auch aus diesem Grund sollte der Splitt stets weitgehend abgedeckt sein.
Bei üblichen klimatischen Bedingungen beträgt die Verarbeitungszeit bzw. Topfzeit mindestens eine Stunde. Da das Material nicht härtet, sondern abtrocknet, sind bzgl. der Trocknung bzw. Härtung die Verarbeitungszeiten sehr flexibel.
Für den Einbau der Splittschüttungen gilt das Gleiche wie für den Einbau von Zementestrichen. Allgemein im Bauwesen muss die Mindesttemperatur 5°C betragen. Eine Frosteinwirkung ist zu vermeiden.
Da die Splittschüttung mit einem elastischen Latexmaterial gebunden ist, sind keine Dehnfugen erforderlich.
Die eingebaute Splittschüttung stellt grundsätzlich keine Gehschicht dar. Sie kann ggf. für die weiterführenden Arbeiten von dem Estrichleger betreten werden, ggf. auf Laufbohlen oder zur Verlegung der Trittschallmatten können diese vorsichtig betreten werden. Bei trockenem Splitt und ohne Fremdeinwirkung von Feuchtigkeit kann unmittelbar weitergebaut werden. Üblicherweise wird der Splitt im Rückwärtsgang zum Ausgang verlegt, die Trittschallplatte dann wieder im Vorwärtsgang und der Estrich dann wieder im Rückwärtsgang.
Das Verlegen der Trittschallmatten und Einbau des Estrichs kann unmittelbar im Anschluss erfolgen unter der Voraussetzung das absolut trockener Splitt verwendet wurde, außer dem Bindemittel keine weitere Feuchtigkeit zugefügt wurde und keine nennenswerten Niederschläge im Vorfeld oder während der Verarbeitung eingewirkt haben.
Bei dem Latexbinder K 102 handelt es sich um eine wässrige Dispersion. Verunreinigungen können insofern auf einfache Art und Weise mit Wasser entfernt werden, ggf. empfiehlt sich der Zusatz von Spülmittel, Seife oder ähnlichem. Sobald die Latexemulsion vollkommen angetrocknet ist, lässt sie sich allerdings nur noch mechanisch entfernen, weshalb im Zuge der Verarbeitung und auch am Schluss des Arbeitszyklus auf eine sorgfältige Reinigung geachtet werden sollte.
Bei dem Latexbinder K 102 handelt es sich nicht um einen Gefahrstoff. Dennoch sollte das Einsickern im Boden in größerem Umfange vermieden werden.
Durch das Risiko von Ablagerungen ist auch darauf zu achten, dass das Material nicht in das Oberflächenwasser bzw. die Kanalisation eindringt. Weitere Informationen sind dem Sicherheitsdatenblatt zu entnehmen.
Sofern trockener Splitt verwendet wurde und keine zusätzlichen Feuchteeinwirkungen stattgefunden haben, ist bei den üblichen Schichtdicken ein Weiterarbeiten unmittelbar, d. h. ohne Wartezeit möglich. Die Trittschallmatten und der Estrich können unmittelbar im Anschluss verlegt werden. Ansonsten ist eine Abtrocknung empfehlenswert. Dazu ist die Kontrolle der Feuchtigkeit in der Splittschüttung erforderlich.
Die Feuchtemessung des Gesteinssplitts mittels CM-Messmethode empfiehlt sich nicht. Es ist kaum möglich den Gesteinssplitt ohne Feuchteverlust soweit zu zerkleinern, dass über die CM-Messmethode ein gesicherter Wert erreicht wird.
Die genauesten Werte lassen sich mittels einer Darrprobe erreichen. In der Praxis bewährt hat sich allerdings auch ebenso wie beim Estrich, die sogenannte KRL-Methode bzw. Verfahren gem. DIN EN 17668. Damit wird die sich durch den Splitt einstellende Luftfeuchtigkeit gemessen. Entweder durch eine Abdeckung oder in einem separatem Behälter. Sobald die vom Splitt ausgehende relative Luftfeuchtigkeit geringer als zum Beispiel RH 90 bzw. 85 % liegt, ist der Splitt in der Regel ausreichend trocken.
Ein kapazitives Messen mit einem Hochfrequenzfeld (im Regelfall Kugelkopfelektrode) kann Anhaltspunkte geben, weist jedoch eine relativ hohe Ungenauigkeit auf.
Sofern Sie nähere Informationen zu den möglichen Messverfahren benötigen sprechen Sie uns gerne an.
Das Abdecken der eingebauten Splittschüttung mittels einer Folie ist bei Mineralfasertrittschallschutzmatten und Polystyrol-Trittschallschutzmatten nicht erforderlich. Lediglich bei Holzfaser-Trittschallmatten und noch vorhandener Restfeuchte in der Splittschüttung ist eine zusätzliche Folie auf der Schüttung empfehlenswert.
Ein Schutz der Schüttung während der Trocknung von zum Beispiel Zugluft, Sonneneinstrahlung oder ähnlichem ist nicht erforderlich.
Durch die elastische Bindung der Schüttung ist ein zusätzliches Abdecken mit einer Druckverteilungsplatte entbehrlich.
ie besten Schalldämmwerte werden mit Mineralfaser-Trittschallschutzmatten mit einer dynamischen Steifigkeit von s`<10 MN / cbm erreicht. Bitte berücksichtigen Sie auch die Vorgaben des Planers / Architekten. Mit Polysterol-Trittschallschutzmatten werden im Regelfall deutlich geringere Trittschallverbesserungen erreicht als mit Mineralwolle.
Während Mineralfaser-Trittschallschutzmatten und Polystyrol-Trittschallschutzmatten direkt auf der Schüttung verlegt werden können, empfiehlt es sich aufgrund der Feuchteempfindlichkeit bei Holzweichfaserplatten die Splittschüttung zuvor mit einer Folie abzudecken.
Selbstverständlich kann auf der Splittschüttung jede Art von Estrich verlegt werden. In diesem Fall sind die Besonderheiten des jeweiligen Systems zu beachten. Ggf. ist eine Folie dazwischen zu verlegen.
Die leeren Kanister sind fachgerecht zu entsorgen. Eine Rückführung der IB-Container ist nicht erforderlich und aus Kostengründen nicht sinnvoll. Die Behälter werden häufig für andere Verwendungen genutzt, wie zum Beispiel für Bauwasser.
Die zementfreie und somit staubfreie Bindung lässt eine zurückgebaute Schüttung auf einfache Art und Weise soweit mechanisch zerkleinern, dass sie wiederverwendbar ist.
Die Hinweise bzw. Informationen basieren auf unseren langjährigen Erfahrungen und Erkenntnissen. Sie entbinden den Anwender nicht die Ausführung und Verwendung eigenverantwortlich zu prüfen und auszuführen.
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Wir antworten aus der Praxis, nicht aus dem Prospekt.
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